Wendetrikots und trübe Aussichten
Der Herr Regener hat ausgespielt und seit dem fehlt mir die Motivation zum Bloggen. Vor lauter Geldverdienen und Hochzeitvorbereiten ist auch die Zeit knapp und da kommt man kaum zum Denken, geschweige denn zum Schreiben.
Man könnte sich äußern zum Missbrauchs-Skandal oder ein bisschen auf unserem Außenminister herumhacken, aber das sollen mal besser die machen, die dafür bezahlt werden.
Wenden wir uns lieber der “schönsten Nebensache der Welt” zu:
Über die Löwen gibt es nicht viel neues zu berichten. Auf jedes gute Spiel folgt eine peinliche Niederlage und so befindet man sich zurecht im Niemandsland der Tabelle. Man wird 150 und spielt neuerdings in den traditionellen Vereinsfarben grün und gold. Für den Fan gibt es das ganze auch als “gewagtes” Wendetrikot. Erima war ja noch nie “meine Marke”, aber der Ausrüster passt perfekt zum TSV: traditionell, ambitioniert und erfolglos. Wusste gar nicht, dass es die noch gibt. Mir war es jedenfalls im Schulsport immer sehr peinlich, uncoole Erima-Sportsachen tragen zu müssen, während meine Klassenkameraden Adidas oder Puma hatten. Vielleicht war das ja der wahre Grund für das scharenweise Abwandern der modebewußten Löwen-Talente. In Leverkusen, Wolfsburg, Stuttgart und Dortmund trägt man jedenfalls Adidas, Puma oder wenigstens Kappa… Besserer Fußball wird dort allerdings auch gespielt.

Grün-gelb ist derzeit auch auf der Insel sehr beliebt. Beim CL-Spiel ManU gegen Milan trugen auffällig viele Fans Schals mit gelben und grünen Streifen. Dank Google erfuhr ich, dass es sich dabei um die traditionellen Farben von Manchester United handelt. Wieder was gelernt. Offenbar erfreuen sich die Besitzer der Red Devils keiner all zu großen Beliebtheit. Der Pleitegeier schwebt über dem Traditionsclub und einige Fans prangern das öffentlich an. Man möchte meinen, dass der Premier League Krösus nach dem Ronaldo-Transfer eigentlich keine Geldsorgen haben sollte, aber die Finanzkrise hat wohl auch Europas Elite-Clubs ordentlich gebeutelt. Der Herr Hoeneß hat das ja immer schon gewusst und Schadenfreude ist bekanntlich die schönste Freude.
Von ernsthaften Geldsorgen kann auch West Ham United trotz der Finanzspritze durch die neuen Besitzer Sulivan und Gold ein Liedchen zwitschern. Und in Nord-London sieht es auch sportlich gar nicht gut aus: Drei Punkte vor dem Abstiegsplatz und als nächstes warten Chelsea und Arsenal. Wie zu befürchten war, gibt es nun auch mächtig Ärger zwischen Sulivan und Manager Zola. Der Club soll durch Spielerverkäufe saniert werden, wenn das mal nicht nach hinten los geht.
Zum Glück geht mich das ja eigentlich alles gar nichts an. Vielleicht sollte ich lieber malen oder ein gutes Buch lesen…
